Für beide Anwendungsfelder gilt derselbe Ablauf. Er beginnt nie mit der Technik, sondern mit der Frage, welche Entscheidung oder Aufgabe konkret besser werden soll.
Nach jeder Phase kann man aufhören. Ein Prototyp, der nicht überzeugt, ist ein günstiges Nein.
Der Schritt, an dem die meisten KI-Vorhaben scheitern — weil er übersprungen wird. Vier Fragen, die vor allem anderen beantwortet sein müssen:
Wenn die vierte Frage keine belastbare Antwort hat, ist das ein Ergebnis — und ein Grund, es zu lassen. Das sage ich lieber vorher als nach dem dritten Projektmonat.
Der aufwendigste Teil, und der, den keine Software abnimmt. Das Entscheidende steht selten geschrieben — es kommt im Gespräch heraus, entlang echter Fälle.
In Sitzungen von ein bis zwei Stunden, nicht in Fragebögen. Ich arbeite mit konkreten Fällen: Was haben Sie damals entschieden — und woran lag das? Aus zwanzig solchen Antworten wird eine Regel sichtbar, die vorher niemand formuliert hatte.
Der Zeitaufwand auf Ihrer Seite ist real und wird vorher benannt. Wer keine Zeit für die Interviews hat, bekommt kein gutes System — dann sollten wir es lassen.
Hier entsteht der Unterschied zur Dokumentenablage. Sieben Ebenen werden getrennt erfasst, weil sie unterschiedlich belastbar sind — und ein Nutzer wissen muss, welche er gerade vor sich hat.
Die Ebenen bleiben unterscheidbar — das ist der Unterschied zur Dokumentenablage. Wer das System später nutzt, muss erkennen können, ob er gerade eine belegte Zahl, eine Regel oder die Einschätzung einer Person vor sich hat.
Zuerst wird ein eng abgegrenzter Anwendungsfall umgesetzt — lauffähig, nicht als Konzeptpapier. Sie sollen früh etwas benutzen und dazu etwas sagen können, statt am Ende eine große Lieferung entgegenzunehmen.
Ein Prototyp, der nicht überzeugt, ist ein günstiges Nein. Genau dafür ist er da.
Das System wird in einen tatsächlichen Prozess, eine Managementroutine oder ein Produkt eingebunden. Was nicht an einem festen Anlass hängt, wird nicht benutzt — unabhängig davon, wie gut es ist.
Zur Übergabe gehört, dass Ihre Leute damit weiterarbeiten können. Abhängigkeit ist kein Geschäftsmodell.
Es geht um Einschätzungen zu Personen, um Kundenbeziehungen, um Entscheidungen, die nie protokolliert wurden. Deshalb sind diese Punkte Teil des Angebots, nicht des Anhangs.
Der Verarbeitungsort wird vor dem ersten Interview festgelegt und steht im Vertrag. Zwei Wege sind möglich: in Ihrer eigenen Umgebung mit Ihren Zugängen, oder bei mir. Im zweiten Fall nenne ich Ihnen vorher Anbieter, Modell und Land, damit Ihre IT das prüfen kann, bevor wir anfangen.
Vor der ersten Erfassung wird festgelegt, welcher Teil des Wissens für wen sichtbar ist. Manches gehört dem Führungsteam, manches ausschließlich den Gesellschaftern.
Nichts geht ungeprüft ins System. Sie sehen, was aufgenommen wurde, geben es frei und können es jederzeit wieder herausnehmen.
Fakt, Erfahrung und Einschätzung bleiben unterscheidbar. Wer das System nutzt, muss erkennen können, was belegt ist und was die Meinung einer Person war.
Ihre Inhalte werden nicht für andere Projekte, nicht als Referenzmaterial und nicht zum Training allgemeiner Modelle verwendet.
Vertraulichkeitsvereinbarung, Verarbeitungsrahmen und Löschregeln stehen vor dem ersten Interview.
Es stellt relevantes Wissen bereit, strukturiert Informationen und unterstützt Entscheidungen. Es ersetzt weder die Verantwortung von Unternehmern und Führungskräften noch das Urteil eines Experten. Wo es unsicher ist, sagt es das — und wo eine Frage über seine Grenze hinausgeht, führt es zu einem Menschen.
Auch das ist eine Entwurfsentscheidung, keine Einschränkung: Ein System, das Unsicherheit verschweigt, wird beim ersten falschen Ratschlag unbrauchbar.
Im ersten Gespräch geht es um Ihr Wissen, Ihre Abläufe und den möglichen Nutzen — nicht um ein Angebot. Wenn ich keinen tragfähigen Fall sehe, sage ich Ihnen das.
Der Kalender kommt von Calendly (Calendly LLC, USA). Mit dem Aufklappen wird er geladen; dabei gehen Ihre IP-Adresse und Browserdaten dorthin und Calendly setzt Cookies. Was das heißt