Gebaut und im Einsatz · Angebotsprozesse

Bevor ein Angebot geschrieben wird, muss jemand die richtige Firma finden.

Der Lead-Radar ist das Werkzeug, mit dem ich das für mein eigenes Geschäft mache. Er bewertet Unternehmen nach zwei getrennten Achsen — wie gut passt das Haus, und wie komme ich dort hinein — und legt für jede Zahl den Beleg und die Quelle offen. Was er nicht belegen kann, rechnet er nicht mit.

Zwei Achsen: Passung × Zugang Jede Bewertung mit Quelle Kein Beleg, kein Score
Der Weg · vier Schritte
Suchen: breit, über ein Suchprofil statt über Listenkauf.
Anreichern: ein Dossier aus dem öffentlichen Fußabdruck.
Belegen: je Kriterium ein Zitat mit Quelle — oder eine Lücke.
Priorisieren: fünf bis zehn Namen pro Woche, nicht zweihundert.

Der Radar entscheidet nichts. Er sortiert und sagt, warum.

Warum es das gibt

Eine Liste mit zweihundert Namen ist keine Antwort.

Das Angebots-Studio kann für einen Interessenten einen überzeugenden Erstkontakt bauen. Offen blieb die Frage davor: für welchen? Zwischen „wen kenne ich" und „wer passt" liegt eine Lücke, die sich von Hand nicht schließen lässt.

Achse 1 · Passung

Trifft das Haus überhaupt zu?

Größe und Eigenständigkeit, projektbasiertes Geschäft, Angebotsintensität, Anzeichen von Kapazitätsdruck. Merkmale wie „Margendruck" stehen auf keiner Website — die Arbeit besteht darin, jedes davon in ein öffentlich beobachtbares Signal zu übersetzen.

Ein Teil der Kriterien entscheidet nur über drin oder draußen und läuft vor jedem Modellaufruf. Das spart den größten Teil der Kosten.

Achse 2 · Zugang

Und komme ich dort hinein?

Ein perfekt passendes Unternehmen ohne Weg hinein ist keinen Termin wert, ein mittelmäßig passendes mit persönlichem Draht sehr wohl. Der Zugang wird deshalb getrennt geführt und gepflegt, nicht geraten.

Erst das Produkt aus beiden ergibt die Priorität. Deshalb steht in der Wochenliste eine Firma mit 85 Passung ganz oben und eine mit 80 weiter unten.

Was die Anwendung zeigt

Fünf Ansichten aus dem laufenden Betrieb.

Vorab, damit es keine Verwechslung gibt

Die Mechanik ist echt. Die Firmen sind erfunden.

Alle abgebildeten Unternehmen, Personen, Adressen und Notizen sind frei erfunden. Die Domains liegen auf .example — einer reservierten Endung, die niemandem gehört und die es im Netz nicht gibt. Keine dieser Firmen ist ein Kunde, ein Lead oder überhaupt real.

Echt sind die Anwendung, die Kriterien und die Rechenlogik: die Punktzahlen in den Bildern sind tatsächlich aus den abgebildeten Belegen gerechnet, mit denselben Gewichten, die im Betrieb laufen. Was Sie sehen, ist der Apparat — an einem Datensatz, der keinem schadet.

01 · Die Wochenliste

Fünf bis zehn Namen, sortiert nach Priorität

Der Einstieg ist bewusst eine kurze Liste, keine Datenbank. Jede Zeile trägt ihre stärksten Signale als Klartext mit sich — man muss nicht erst irgendwo hineinklicken, um zu wissen, warum eine Firma oben steht.

Ansicht „Priorisierte Leads“: eine Tabelle mit fünfzehn erfundenen Firmen, je mit Status, Priorität, Passung und Zugangsstufe. Unter jeder Firma steht eine Zeile mit den stärksten Signalen.
Priorität = Passung × Zugang. Der oberste Eintrag hat noch keine Bewertung — er ist gerade erst gefunden worden. Ein Treffer weiter unten ist ausgegraut: er ist an einem Hartfilter gescheitert und bleibt sichtbar, damit nachvollziehbar ist, warum er nicht vorkommt.
02 · Belegpflicht

Jede Zahl hat ein Zitat und eine Quelle

Das ist der Kern und der Grund, warum die Anwendung überhaupt auf dieser Website steht. Ein Score ohne Herkunft ist eine Behauptung. Hier steht unter jedem Kriterium der Satz, auf den sich die Bewertung stützt, samt Verweis auf die Seite, von der er stammt.

Bewertungsblock eines Firmenprofils: fünf Kriterien mit Punktzahl, Einstufung und je einem wörtlichen Zitat als Beleg mit Quellenverweis. Priorität 84,7 aus Passung 85 und Zugang Z0.
Belegt. Fünf Kriterien, fünf Zitate, fünf Quellen. „Stellenanzeige Projektassistenz — u. a. Erstellung und Nachhalten von Angeboten" ist ein Satz, den jemand nachlesen kann; „82 Punkte" allein wäre es nicht.
Derselbe Bewertungsblock bei einer anderen Firma: drei Kriterien sind belegt, zwei stehen als „Lücke“ mit dem Hinweis „Kein Beleg — fließt nicht in den Score“. Priorität 25,6.
Nicht belegt. Dieselbe Ansicht, zwei Kriterien ohne Fundstelle. Sie werden nicht geschätzt und nicht wohlwollend gefüllt, sondern als Lücke ausgewiesen — und zählen nicht. Die Priorität fällt dadurch von 84,7 auf 25,6.
03 · Der Maßstab

Die Kriterien sind Daten, nicht Programmcode

Wer nach welchem Maßstab bewertet wird, steht in einer Liste, die man liest und ändert. Beim Speichern werden alle bestehenden Bewertungen neu gerechnet — ohne das Modell noch einmal zu fragen.

Ansicht „Kriterien“: ein versioniertes Kriterienset mit vier sichtbaren Einträgen, je mit ausformulierter Definition, Quellenkennzeichnung und editierbarem Gewichtsfeld. Die Gewichte summieren sich auf 100.
Ein Kriterienset ist versioniert und hat einen Namen. Jeder Eintrag sagt in ganzen Sätzen, was ein hoher und was ein niedriger Wert bedeutet, und aus welcher Quellenart er sich speisen darf. Das Gewicht rechts ist ein Eingabefeld.
04 · Der Übergang

Vom Signal zum Gespräch — und weiter ins Studio

Ab hier hört die Bewertung auf und die Arbeit fängt an. Der Funnel führt jede Firma vom Fund bis zur Entscheidung; verworfene Leads bekommen einen Grund, der in die Kalibrierung des Maßstabs zurückläuft.

Ansicht „Pipeline“: der Funnel über alle Stati von „Neu“ über „Angesprochen“ und „Im Funnel“ bis „Gewonnen“ und „Verworfen“, je mit den enthaltenen erfundenen Firmen.
Zwei Wege hinein. Gefundene Firmen kommen als „Neu" an, Selbstmelder aus dem Formular auf der Angebotsseite als INBOUND — dieselbe Liste, dieselben Kriterien.
Einordnung

Warum diese Seite kein Angebot ist.

Ich verkaufe keinen Lead-Radar. Er steht hier aus drei Gründen — und keiner davon ist, dass Sie ihn kaufen sollen.

Erstens

Er beantwortet die Frage davor

Ein Werkzeug, das Angebote schneller schreibt, hilft nur dem, der die richtigen Anfragen bekommt. Der Radar ist die Stufe davor: er entscheidet, für wen sich der Aufwand lohnt. Beides zusammen ist eine Strecke, nicht zwei Produkte.

Zweitens

Es ist derselbe Grundsatz

Das Angebots-Studio zeigt, woher jeder Satz im Entwurf stammt. Der Radar zeigt, woher jeder Punkt in der Bewertung stammt. Beide teilen dieselbe Haltung: nachvollziehbar vor beeindruckend. Technisch sind es verschiedene Ansätze.

Drittens

Ich baue an mir selbst zuerst

Abgeschlossene Kundenprojekte in diesem Feld gibt es noch nicht; das sage ich lieber, als es zu umschreiben. Was es gibt, sind Systeme, die ich für mein eigenes Geschäft gebaut habe und die im Betrieb sind. Dieses hier ist eines davon.

Was er nicht kann

Drei Grenzen, die sich nicht wegbauen lassen.

Er sieht nur, was öffentlich ist

Website, Stellenanzeigen, Impressum, Register, Vergabebekanntmachungen. Was ein Unternehmen nirgends schreibt, kommt im Dossier nicht vor — und erscheint dann eben als Lücke statt als Vermutung.

Zugang bleibt Handarbeit

Ob ich jemanden kenne, der jemanden kennt, weiß keine Datenquelle. Die Zugangsachse wird gepflegt, nicht errechnet. Sie ist deshalb die ehrlichste Zahl im System — und die einzige, die niemand automatisieren sollte.

Er entscheidet nicht

Am Ende steht ein Mensch, der die Begründung liest und widerspricht. Genau dafür gibt es den Verwerfen-Grund: die Rückmeldung, an der sich der Maßstab nachschärfen lässt.

Der nächste Schritt in derselben Strecke

Was aus einem Lead wird, können Sie ausprobieren.

Der Radar findet die Firma. Das Angebots-Studio schreibt daraus den Entwurf — in der Sprache des Hauses, mit seinen Referenzen und seiner Preislogik, und es legt für jeden Baustein offen, woher er stammt. Diese Hälfte läuft direkt im Browser.

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